Vor den Wahlen fand eine Änderung der Satzung statt, die zukünftig eine paritätische Besetzung des Präsidiums sicherstellt. Neben dem Präsidenten und des Vizepräsidenten Finanzen wird es künftig wie bisher eine Vizepräsidentin Cheerleading geben und ganz neu einen Vizepräsidenten Football. Somit gibt es nun neben zwei überfachlichen Präsidiumsmitgliedern jeweils einen Vizepräsidenten für jede Sportart.
Änderungen gab es ebenfalls am zukünftigen erweiterten Vorstand. Neben der Ausbildungsbeauftragen der Cheerleadingvereinigung gibt es künftig auch nur noch zwei anstatt vier Beisitzer.
Als weitere Satzungsänderung wurde die Einzelmitgliedschaft wieder gestrichen, da die Resonanz auf dieses Angebot gering war.
Beim Thema Haushalt kam es zu sehr lebhaften Diskussionen. Der seit Ende 2016 in Vorbereitung befindliche Neustart der Jugendauswahl und die damit schon damals angekündigte verbundene kräftige Beitragserhöhung wurde durch die drei größten Vereine (ASC Kiel, ASC Lübeck, Elmshorner MTV) gestoppt.
Die beiden größten Vereine (Kiel, Lübeck) fordern die Durchführung der Landesjugendauswahl ohne Beitragserhöhung. Es kam im Zuge dessen auch zu sehr emotionalen Äußerungen von den Vereinen, die in den letzten zwei Jahren auf allen Versammlungen anwesend und auf diese Erhöhung vorbereitet waren.
In Kürze werden sich die Verantwortlichen im Verband zu diesem Thema zusammensetzen. Wahrscheinlich ist, dass es zu einer deutlichen Belastung der Jugendlichen kommen wird.
Zum Ausgang der Wahlen:
Schon wenige Stunden vorher war klar, dass die Vizepräsidentin Cheerleading weiter Amber Heinemann heißen würde. Die Vereine mit Cheerleadingangebot wählten Amber Heinemann einstimmig zur Vorsitzenden der Cheerleadingvereinigung und in Folge auch zur Vizepräsidentin Cheerleading.
Amber Heinemann ist seit der Gründung der Cheerleadingvereinigung die Vorsitzende und verfügt über breite Erfahrung als Coach, im Verein und eben auch im Verband. Seit ihrem ersten Training als Cheerleader bei den Trittau Dukes ist viel passiert, erst vor wenigen Monaten wurde sie auf Bundesebene zur stellvertretenden Vorsitzenden der Cheerleadingvereinigung Deutschland gewählt.
Neuer Vizepräsident Finanzen und ebenfalls einstimmig gewählt wurde Klaus Genske.
Klaus Genske ist ein Urgestein des Verbandes und bereits seit Anfang der neunziger Jahre aktiv. Anfangs im Vorstand des Verbandes, wechselte er in die Schiedsrichtervereinigung der er viele Jahre vorstand. Als Stellvertreter fungiert er dort noch Heute. In den letzten Jahren war Klaus Vizepräsident und übernimmt nun den wichtigen Bereich der Finanzen. Über 25 Jahre Erfahrung sind eine Menge.
Die neu benannte Funktion des Vizepräsident Football übernimmt der bisherige Vizepräsident Jugend, Joachim Petersen. Auch er wurde einstimmig durch die Vereine gewählt.
Joachim Petersen wurde 2006 zuerst kommissarisch Jugendobmann im Verband. Im Jahr 2008 wurde er dann erstmals durch den Verbandsjugendtag gewählt. Es ist Joachim Petersen zuzuschreiben, das nach dreimaligem Versuch auf dem Bundesjugendtag die Jugendaltersklassen ab 2010 geändert wurden. Er ist somit der Initiator des starken Wachstums, den die Vereine in Deutschland seither im Jugendbereich haben. Nach nun 12 Jahren sah Joachim die Zeit gekommen, sich anderen Themen zu widmen da im Jugendbereich seine Ziele erreicht sind und auch Jüngere zum Zug kommen sollen.
Weiterhin Präsident des Verbandes bleibt Jan Bublitz. Auch er wurde wie das übrige Präsidium einstimmig gewählt.
Jan Bublitz stieg 1998 als Lehrwart in die Verbandsarbeit ein, wurde 2000 Jugendobmann und nach einem weiteren Jahr Vizepräsident, bevor er 2002 erstmals zum Präsidenten gewählt wurde.
Der AFCV Schleswig-Holstein geht auch zukünftig von einem positiven Wachstum aus. Auch wenn viele Vereine Probleme beim Trainernachwuchs haben, die meisten Jugendmannschaften sind stabil und haben weiter Zulauf. Auch im Herrenbereich hofft man auf eine weitere Steigerung, denn auch neue Projekte haben sich bereits gemeldet und könnten 2019 im Spielbetrieb starten.
Im Cheerleading wird in Bad Bramstedt, Scharbeutz und Schwarzenbek mit einigem Wachstum gerechnet. Auch der Neustart des Cheerleading in Flensburg ist positiv und das Wachstum gut. Die Hoffnung ist daher nicht unbegründet, dass es Anfang 2019 einen neuen Rekord geben wird.


